Entwurf zur juristischen Prüfung. Dieser Text ist noch nicht freigegeben; Angaben in eckigen Klammern sind Platzhalter.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 21.10.2026

Für die Nutzung von Saldino als Software-as-a-Service durch Unternehmer.

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen [Firma des Anbieters, z. B. DemKar Group GmbH] („Anbieter“) und Kunden über die Nutzung der Software „Saldino“ als Software-as-a-Service. Saldino richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht.

2. Leistungsgegenstand

Der Anbieter stellt dem Kunden Saldino über das Internet zur Verfügung: Erstellung von Angeboten, Rechnungen und weiteren Belegen, E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD), Verwaltung von Eingangsbelegen, Import und Zuordnung von Bankumsätzen, Kassenbuch, Buchungsjournal, Auswertungen (EÜR, UStVA-Kennziffern, BWA), DATEV- und Z3-Export, Benutzer- und Steuerberater-Zugänge. Der aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der Produktbeschreibung auf saldino.de. Saldino ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung; die Verantwortung für die Richtigkeit der Buchführung und steuerlichen Erklärungen bleibt beim Kunden.

3. Testphase und Vertragsschluss

Mit der Registrierung beginnt eine kostenlose Testphase von 30 Tagen ohne Angabe eines Zahlungsmittels. Der entgeltliche Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde in der Anwendung ein Abonnement wählt und die Zahlung über den Zahlungsdienstleister abschließt. Endet die Testphase ohne Abonnement, wird das Konto in einen Lesemodus versetzt: Daten bleiben einsehbar und exportierbar, Änderungen sind nicht möglich. Daten werden nicht gelöscht, solange der Kunde die Löschung nicht beantragt (Ziffer 10).

Während einer Beta-Phase kann der Anbieter die Nutzung ganz oder teilweise unentgeltlich anbieten; ein Anspruch auf Fortsetzung der unentgeltlichen Nutzung besteht nicht.

4. Preise und Zahlung

Es gibt einen Tarif, der alle Funktionen und eine unbegrenzte Anzahl Benutzer umfasst. Die Preise sind auf saldino.de angegeben; sie verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt je nach Wahl des Kunden monatlich oder jährlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach Mahnung mit angemessener Frist den Zugang auf den Lesemodus beschränken.

Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail an; der Kunde kann zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.

5. Laufzeit und Kündigung

Das Monatsabonnement läuft einen Monat und verlängert sich jeweils um einen Monat, das Jahresabonnement läuft zwölf Monate und verlängert sich jeweils um zwölf Monate, sofern nicht bis zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt wird. Die Kündigung erfolgt in der Anwendung (Einstellungen → Abonnement → Kundenportal) oder in Textform. Nach dem Ende der Laufzeit wechselt das Konto in den Lesemodus (Ziffer 3). Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

6. Verfügbarkeit und Wartung

Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel am Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums) an. Nicht als Ausfall gelten geplante Wartungsfenster (angekündigt mindestens 24 Stunden vorher, in der Regel nachts oder am Wochenende), Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (Internet, Zahlungsdienstleister, höhere Gewalt) und Unterbrechungen, die der Kunde zu vertreten hat. Eine Statusseite informiert unter saldino.de/status.

7. Pflichten des Kunden

  • Der Kunde hält Zugangsdaten geheim, nutzt sichere Passwörter und informiert den Anbieter unverzüglich über einen Missbrauchsverdacht.
  • Der Kunde ist für die Inhalte verantwortlich, die er und seine Benutzer in Saldino einstellen, und stellt sicher, dass er die Daten Dritter (Kunden, Lieferanten) rechtmäßig verarbeitet.
  • Der Kunde prüft erzeugte Belege, E-Rechnungen und Auswertungen vor der Verwendung auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
  • Der Kunde nutzt Saldino nicht missbräuchlich (z. B. Angriffe auf die Infrastruktur, automatisiertes Massen-Auslesen, Weitergabe von Zugängen an Dritte außerhalb seines Unternehmens oder seines Steuerberaters).

8. Daten, Export und Aufbewahrung

Die Daten bleiben Eigentum des Kunden. Der Kunde kann jederzeit CSV-Exporte, PDF-Archive, den DATEV-Buchungsstapel, das Z3-Paket und einen vollständigen Datenexport erzeugen. Der Anbieter speichert abgeschlossene Belege unveränderbar und protokolliert Änderungen (GoBD). Die Einhaltung der Aufbewahrungsfristen (§ 147 AO, § 257 HGB) liegt in der Verantwortung des Kunden; der Anbieter unterstützt durch Lesemodus nach Vertragsende und Datenexport.

Für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Kunden gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, der Bestandteil dieses Vertrags ist (abrufbar unter saldino.de/avv).

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Entgelte. Für Datenverluste haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden (regelmäßiger Export) zur Wiederherstellung erforderlich wäre. Die Haftung für steuerliche Nachteile, die aus unrichtig erfassten Daten oder unterlassener Prüfung durch den Kunden entstehen, ist ausgeschlossen.

10. Kontolöschung

Der Kunde kann die Löschung seines Kontos in der Anwendung beantragen. Die Löschung wird nach einer Sperrfrist von 30 Tagen ausgeführt und kann bis dahin zurückgenommen werden. Mit der Löschung werden alle Daten des Kunden einschließlich Dateien unwiederbringlich entfernt; ein Löschprotokoll ohne personenbezogene Inhalte bleibt beim Anbieter. Der Kunde ist verpflichtet, vorher den Datenexport zu erstellen und seine Aufbewahrungspflichten selbst sicherzustellen.

11. Änderungen der Leistung und der AGB

Der Anbieter entwickelt Saldino fortlaufend weiter und kann Funktionen ändern oder ergänzen, sofern der Kernnutzen erhalten bleibt. Änderungen dieser AGB werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt; widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen. Auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen.

12. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für Kaufleute ist der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.